Karneval in NRW - KG Fidele Jonge Nörvenich e.V. 1932

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Karneval in NRW

Der Karneval ist gerade in NRW eine Ersatz-Religion und für viele Narren der Höhepunkt des Jahres. Umso ernster nehmen wir hier auch die Konkurrenz unter den verschiedenen Städten und Regionen – jede einzelne von ihnen hat ihre eigenen Traditionen und Gebräuche.

Der Karneval oder Fasching hat im Rheinland eine lange Tradition, die bis in die Römerzeit zurückreicht. Als "Saturnalien"-Fest wurde die fünfte Jahreszeit im Rheinland eingeführt und hat über die Jahre eine tiefe Verwurzelung in der Bevölkerung erfahren. Im Zusammenhang mit der katholischen Fastenzeit hat der Karneval auch im kirchlichen Jahresrahmen seinen festen Platz gefunden. Das tolle Treiben beginnt traditionell bereits am 11.11. um 11.11 Uhr und geht bis zum Aschermittwoch im Februar. In der Zeit vom Rosenmontag bis Aschermittwoche haben alle Tage eine besondere Bezeichnung, so gibt es den Nelkensamstag, den Tulpensonntag und den Veilchendienstag. In den meisten Karnevalshochburgen am Rhein, aber auch in vielen kleinen Orten in NRW werden zur Karnevalssaison Prinzenpaare gewählt, die durch einen Bauen und eine (männliche) Jungfrau unterstützt werden. Die Vergabe dieser Positionen gilt im Rheinland als höchste Ehre und wird von den betreffenden Personen sehr ernst genommen. Als Schlachtruf und Gruß zur Karnevalszeit werden der Ausruf "Helau" oder "Alaaf" traditionell in verschieden Städten genutzt. In Köln ist beispielsweise das "Kölle Alaaf" gebräuchlich, während in Mainz "Helau" gerufen wird.

Kostüme sind Pflicht

Die Kostümierung ist Pflicht für alle Narren im Karneval. Besonders im Straßenkarneval sind die Kostüme immer sehr vielseitig und farbenfroh. Vielfach werden auch Uniformen getragen, die bestimmte Garden kennzeichnen. Oft sind das Anspielungen auf tatsächliche kriegerische Ereignisse in der Geschichte, die ihren Einzug in den Karneval gefunden haben. Da ist es weniger verwunderlich, dass laut einer aktuellen Analyse die Nachfrage nach Kostümen in NRW bundesweit am höchsten ist. Dabei geben die Männer mit 77,22 Euro fast das doppelte für ihre Verkleidung aus als die Frauen.

Typische Anfängerfehler im NRW’ler Karneval

Gerade Besucher aus anderen Bundesländern können schnell ins Fettnäpfen treten, wenn sie zum Karneval hierher kommen. Vorsicht ist zum Beispiel bei den Schlachtrufen geboten: In Köln gilt es als Todsünde, wenn der Düsseldorfer Ausruf "Helau" benutzt wird. Gleichzeitig darf in Düsseldorf nicht der Kölner Schlachtruf "Alaaf" in den Mund genommen werden. Außerdem heißt der Karneval in NRW immer Karneval. Die Bezeichnung Fasching sollte also auf Bayern oder Niedersachsen beschränkt sein. Während des Karnevalsumzugs wird aus dem fahrenden Wagen gerne Kamelle geworfen. Aber Achtung: Stockt der Wagen, stockt auch die Kamelle-Verteilung. Jetzt weiterhin wie verrückt „Kamelle!“ zu rufen, entlarvt den Karnevalsbesucher sofort als Auswärtigen.

In diesem Sinne: Eine fröhliche Session und Alaaf!

Letzte Aktualisierung am 10.11.18 - Heute ist - Es ist jetzt Uhr
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